Am Anfang war das Wort…
so können wir es im Evangelium am Sonntag lesen. Auch wir stehen an einem Anfang – am Jahresanfang. Was uns dieses Jahr bringen wird? Ich habe keine Ahnung. Sie vermutlich auch nicht. Es werden uns 365 leere Seiten im Buch unseres Lebens geschenkt und wir dürfen diese Seiten mit Liebe, Lachen, Freude, Tränen, Hoffnung, Glück und vielleicht auch so mancher Herausforderung und schweren Aufgabe – kurz gesagt „mit Leben“ füllen. Und der ein oder die andere haben sicher auch in diesem Jahr eine Liste mit vielen Worten, mit Vorsätzen, für das Jahr 2026.
Im Lied „Silvester“ von Wincent Weiss, singt dieser über den Jahreswechsel und über ein paar liebevoll formulierte Wünsche. Dort heißt es: „Ich wünsch dir nur, dass du glücklich bist, egal was Glück für dich heißt. Ich wünsch dir, auch wenn du Fehler machst, dass du dir am Ende verzeihst. Ich wünsch dir, dass alle Träume in Erfüllung geh´n für dich. Und mir wünsch ich nur, dass du nächstes Jahr immer noch bei mir bist.“ Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Träume sollen für Sie im Jahr 2026 in Erfüllung gehen? Die Formulierung, die Wincent Weiss wählt, finde ich persönlich sehr passend. Jede und jeder von uns hat eine ganz eigene Idee von Glück, unsere Wünsche sind so vielfältig und individuell, wie wir selbst. Auch Fehler gehören irgendwie zum Leben dazu. Noch besser, wenn wir im neuen Jahr etwas gütiger mit diesen Fehlern umgehen, etwas liebevoller zu uns sind.
Glücklich sein. Glück sehen. Glück empfinden. Manchmal ist das gar nicht so einfach. In den vergangenen Wochen bin ich immer wieder auf Menschen getroffen, die das Leben aktuell eher negativ sehen. Eine zerbrochene Liebe, die Mitmenschen, deren Anwesenheit schon für schlechte Laune sorgt, oder Unstimmigkeiten unter Kolleginnen und Kollegen. Gar nicht einfach, da noch positiv zu denken, das Glück wahrzunehmen. Doch in einem Jahreswechsel liegt immer auch Hoffnung. Ich hoffe auf ein wundervolles Jahr 2026, darauf, dass sich der ein oder andere meiner Wünsche erfüllt und ich wünsche auch Ihnen, dass Sie sich den Glauben in das Glück im neuen Jahr bewahren können.
Annemarie Göbel, Gemeindereferentin

