Würzburg (POW) Von Sicherheitsschuhen für die Helfer über Becher mit dem Aufdruck „Katholikentag“ bis zu Seilen zum Absperren, von Biertisch-Garnituren über Thermoskannen bis zu Besen: Tausende Dinge wurden für den Katholikentag nach Würzburg gebracht und dort verteilt. Nach Ende des Katholikentags gab es für die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Geschäftsstelle am Montag zunächst einen gemeinsamen Gottesdienst, danach ging es ans Sortieren, Spülen und Verpacken. Parallel dazu geht für viele die Arbeit im Büro weiter: Cosima Jagow-Duda etwa, Leiterin der Presseabteilung, wird noch lange zu tun haben, bis sie alle Berichte über den Katholikentag für den Pressespiegel gesammelt hat. Zunächst packt sie jedoch im Lager mit an.
„Das ist wie ein gemeinsames Abschluss-Ritual“, sagt Pia Dusella (32), die in der Geschäftsstelle für die Abteilung Teilnahmeservice zuständig ist. Seit 2018 ist sie regelmäßig auf Kirchen- und Katholikentagen, nach den stressigen Wochen fällt nun auch bei ihr die Anspannung etwas ab. Für Maria Korten (26) war Würzburg der zweite Katholikentag. Sie war für die Gottesdienste zuständig. Auch wenn der Katholikentag vorbei sei, gehe es mit der Arbeit direkt weiter. „Wir sind alle müde, aber die Stimmung ist gut“, sagt sie. Bei ihr persönlich sei am Sonntag nach dem Abschluss-Gottesdienst die Erleichterung groß gewesen.
Das meiste Material, das für Katholiken- und Kirchentage genutzt wird, kommt zurück ins gemeinsame Lager nach Hünfeld. „Im November schaut dann das Team des Kirchentages wieder alles durch“, berichtet Jagow-Duda. Bereits seit 40 Jahren jedes Jahr dabei ist Walter Maier aus Sulz am Neckar. Bereits am 4. Mai kam der 76-Jährige nach Würzburg, um im Lager mitzuhelfen. Unter anderem ist er dafür verantwortlich, mit dem Gabelstapler die schweren Gitterboxen zu verladen. Früher sei er manchmal abends noch auf den Kirchen- oder Katholikentag gegangen, aber seit etlichen Jahren besuche er keine Veranstaltung mehr. „Die Gottesdienste habe ich zum Teil im Fernsehen gesehen“, sagt er, ansonsten sei er fast rund um die Uhr im Lager im Einsatz. Da bleibe keine Zeit fürs Schlendern über die Kirchenmeile oder den Besuch der Gottesdienste. „Beim Abbau ging es bis tief in die Nacht rund“, sagt Maier, dem die Arbeit mit den vielen Helfern auch nach vier Jahrzehnten noch sichtbar viel Freude macht.
Neben dem Material, das für Hünfeld verpackt wird, bleibt auch einiges vorerst in Würzburg. Die Buchstaben des Schriftzugs „Hab Mut, steh auf“ wurden zum Beispiel an Mitarbeitende verteilt: Maria bekam das M, Tina das T und Hannah das H. Vieles andere, wie etwa die Fahnen für den Katholikentag in Würzburg sind entweder bereits vergeben oder sollen zum Teil weiterverarbeitet werden: Als Tasche könnte so das Katholikentags-Motto von 2026 auf dem Katholikentag 2028 in Paderborn auftauchen. Viele weitere Dinge wie die gelben Schals mit dem Motto „Hab Mut, steh auf“ gibt es auch weiterhin im Online-Shop des Katholikentags. Ab kommender Woche startet dann die Auswertung des Katholikentags 2026. Bis in den Herbst bleibe die Geschäftsstelle dafür in Würzburg präsent. Zum Jahresende steht dann der Umzug nach Paderborn an.
raru (Würzburger katholisches Sonntagsblatt)
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